Häufige Fragen an den Konferenzdolmetscher und Übersetzer aus Berlin

Diese Fragen werden mir oft gestellt:

Was ist der Unterschied zwischen Dolmetschen und Übersetzen?

Beim Dolmetschen wird ein gesprochener Text aus einer Ausgangssprache mündlich in eine Zielsprache übertragen. Übersetzen ist hingegen immer schriftlich.

Was ist ein Konferenzdolmetscher?

Ein Konferenzdolmetscher ist der Oberbegriff: Er beherrscht alle Dolmetschtechniken, also Simultandolmetschen, Konsekutivdolmetschen, Flüsterdolmetschen und kann den Auftraggeber als Berater unterstützen.

Was ist Verhandlungsdolmetschen?

Das Besondere ist, dass der Dolmetscher hier den Text zwischen zwei oder mehr Gesprächspartnern hin und her dolmetscht, also anders als beim Simultandolmetschen, wo er nur von einer Sprache in die andere übersetzt. Diese Art des Dolmetschens wird vor allem bei Gerichtsverhandlungen, Geschäftsverhandlungen und Diskussionen verwendet.

Eignet sich eine Flüsteranlage als Ersatz für eine Simultandolmetscher-Kabine?

Nein, eine Flüsteranlage ersetzt keine schalldichte Dolmetscherkabine: Da die Dolmetscher im Gegensatz zu den Zuhörern keinen Kopfhörer haben, sondern die Rede über den Raum hören, können schon kleine Störgeräusche dazu führen, dass sie den Redner falsch oder nicht vollständig verstehen – und dann können sie natürlich auch nicht übersetzen. Zudem ist der Sprechton des Dolmetschers nicht abgeschirmt, und das kann sowohl den Redner irritieren als auch die Zuhörer.

Wie bereiten Sie sich auf eine Konferenz vor?

Wenn der Veranstalter mir und meinen KollegInnen die Vorträge zur Verfügung stellen kann, ist das für uns unsere Vorbereitungsgrundlage. Wir arbeiten die Vorträge durch und erstellen ein Glossar. Falls die Vorträge nicht zur Verfügung stehen, lese ich zumindest andere vom Auftraggeber gelieferten Unterlagen und recherchiere weiteres Hintergrundmaterial.

Woher wissen Sie, welche Vokabeln Sie zum Dolmetschen benötigen werden?

Zum einen verfügen Dolmetscher über einen soliden Grundstock des entsprechenden Vokabulars. Zum anderen beschäftige ich mich im Vorfeld einer Konferenz, einer Werksbesichtigung oder einer politischen Diskussion mit dem konkreten Thema und mit eventuell auftauchenden, vielleicht auch kritischen Fragen. Dies erfordert oft nicht nur eine linguistische, sondern auch eine inhaltliche Beschäftigung mit dem Konferenzthema.

Was ist eine A-, B- und C-Sprache?

Als A-Sprache wird die Muttersprache bezeichnet, die B-Sprachen sind alle die Fremdsprachen, welche der Dolmetscher fast wie ein Native Speaker beherrscht und in welche er auch dolmetscht. C-Sprachen sind die Fremdsprachen, die der Dolmetscher zwar exzellent versteht, in die er jedoch nicht dolmetscht, sondern er dolmetscht nur aus dieser Sprache in die Muttersprache.